Der bewegte Raum – Diana Wesser

Teil 1: Die Erkundung: Ein performativer Spaziergang

Teil 2: Das Bewegungsexperiment: Mit Mauern tanzen

Teil 3: Die Übung: Zur Wahrnehmungsverschiebung

Diana Wesser_metro3

„Space is embodied in movement.“
Aus dem Film: Living Architecture: Laban

 Das Verhältnis zwischen Bewegung und Raum ist vielschichtig und wechselseitig: In jedem Moment wirkt er auf uns ein – und wir auf ihn. Der Raum hat einen starken Einfluss darauf, wie wir uns bewegen, gleichzeitig gestalten wir ihn durch unser Verhalten mit und beleben ihn. In dem wir uns bewegen, handeln und miteinander agieren stellen wir aber auch gleichzeitig neue Räume her. Architektur und Raum zeichnen sich außerdem dadurch aus, dass sie nicht nur mit dem Auge, sondern mit allen Sinnen, mit dem ganzen Körper, nur in der Bewegung und im Umgang mit ihnen vollständig wahrgenommen werden können.

Der bewegte Raum ist eine performative Arbeit in drei Teilen, die das Bewegungspotential des Stadtraums im Umfeld des Baden Württembergischen Kunstvereins Stuttgart untersucht und das Publikum auf unterschiedliche Weise in Bewegung bringt. Es ist auch eine Einladung, den urbanen Raum aus einer ungewohnten Perspektive neu zu betrachten und ihn sich zweckentfremdet anzueignen und temporär zu verändern. Auch wenn sich die drei Teile dieser Arbeit aufeinander beziehen, steht jeder Teil für sich: die Trilogie kann, muss aber nicht in allen drei Teilen durchgeführt werden.

Hintergrund / Bezug zu TANZLOKAL

Auch wenn Oskar Schlemmer und Rudolph von Laban mitunter (berechtigterweise) als Antagonisten gelten, vereint sie doch ihr Weg zum Tanz über die Architektur bzw. die Malerei und das damit verbundene, gemeinsamem Thema: das Verhältnis zwischen Raum und Figur/Körper und Bewegung als raumstiftende Aktivität. Schlemmer sah im Tanz die Möglichkeit, einen durch Bewegung erweiterten, von rhythmischen Linien durchzogenen und erfüllten Bildraum zu verwirklichen. Laban verfolgte die Idee, dass sich jede Bewegung wie in einem räumlichen Liniensystem vollzieht. Nicht zuletzt durch die Bewegungsanalysen und Raumtheorien dieser beiden Künstler-Theoretiker entstand die Idee, dass der menschliche Körper Wissen hervorbringen und speichern kann. Laban wollte zudem das „Denken in Bewegung“ fördern, um es dem, wie er es nennt, „Wortdenken“ gleichzustellen, damit letztendlich „beide Denkweisen zu einer neuen Form integriert werden können“ (Laban: Kunst der Bewegung)

Termine:
Freitag, 6. September, 18:00 Uhr, öffentlicher Raum: Die Erkundung
Samstag, 7. September, 14:00 Uhr, öffentlicher Raum: Die Erkundung
Samstag, 7. September, 17:00 Uhr, öffentlicher Raum: Die Erkundung
Sonntag, 8. September, 14:00 Uhr, öffentlicher Raum: Das Bewegungsexperiment
Sonntag, 8. September, 17:00 Uhr, öffentlicher Raum: Das Bewegungsexperiment
Voranmeldung notwendig! Unter: kontakt[at]tanzszene-bw.de
Die Übung
ist jederzeit selbstständig begehbar

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