TANZKINO

Samstag, 7. September, 14:30 Uhr, Haus der Geschichte
Mary Wigman – Mein Leben ist Tanz. Regie: Ulrich Tegeder (1986)
Der Film von 1986 dokumentiert Mary Wigmans Leben, das ganz dem Tanz gewidmet war. Er zeigt unter anderem Mitschnitte ihrer Choreographien “Wanderungen” (1922), “Hexentanz” (1926), “Schwingende Landschaft” (1929), “Totenmal” (1930) und “Abschied und Dank” (1942).  Statements zu ihrer pädagogischen Arbeit sowie Zitate von Harald Kreutzberg, Dore Hoyer und Susanne Linke, allesamt Schüler von Mary Wigman, ergänzen das Material zu einem interessanten Überblick über das Leben der Tanzikone. (Dauer: 29 Min.)

Kurt Jooss. Regie: Ulrich Tegeder (1985)
Der Film von 1985 porträtiert den Choreographen Kurt Jooss. Er wird als Erfinder eines neuen Tanzstils verstanden, von dem ausgehend seine Schüler das Neue Deutsche Tanztheater entwickelten. Der Film enthält Szenen seiner bekanntesten und wichtigsten Arbeiten, wie beispielsweise „Der grüne Tisch“ oder „Großstadt“. (Dauer: 42 Min.)

Sonntag, 8. September, 17:00 Uhr, Haus der Geschichte
Auf den Spuren des Ausdruckstanzes in Deutschland. Regie: Petra Weisenburger, Jean-Louis Sonzogni (1991)
Auf eine tanzhistorische Spurensuche begibt sich die Regisseurin Petra Weisenburger in ihrem 1991 gedrehten Film über den deutschen Ausdruckstanz. Sie verbindet Aussagen von Zeitzeugen und historische Filmaufnahmen zu einem faszinierenden und informativen Kaleidoskop des modernen Tanzes der 1920er und 1930er Jahre.

In Teil 1 der Dokumentation, „Der stumme Schrei“, befasst sich Weisenburger mit den Pionieren des deutschen Ausdruckstanzes, wie beispielsweise Mary Wigman, Gret Palucca, Jo Mihály und Ilse Meudtner. Vielfältiges Archivmaterial, bestehend u.a. aus Aufnahmen von Mary Wigmans „Hexentanz“ (1926) über „Abschied und Dank“ (1942) bis hin zu Mitschnitten aus der Laban-Schule, verdichten sich zu einem spannenden Kondensat der Anfänge des modernen Tanzes. Die Journalistin und ehemalige Tänzerin Eva Grossmann, der Fotograf und Filmemacher Walter Reuter, die Tänzerin Lisa Czobel , die Schauspielerin und Tänzerin Sigrid Jungé  sowie Ilse Loesch, Tanzpädagogin und Choreographin, kommentieren. (Dauer: 74 Min.)

Teil 2 der Filmreihe Petra Weisenburgers, „Einsame Streiter“, kehrt den Ursprüngen den Rücken und verfolgt die Spur des modernen Tanzes bis hin zur Gegenwart (bis ca. 1990). Welchen Weg schlägt die Schüler-Generation mit Tanzgrößen, wie etwa Pina Bausch, Gerhard Bohner oder Arila Siegert ein? Welche Abbiegungen und Ausprägungen nimmt der moderne Tanz und an welchen Stellen sind die Wurzeln immer noch deutlich sichtbar? Der Film zeigt u.a. Material zu Dore Hoyer, Gret Palucca, Susanne Linke, Urs Dietrich, Joachim Schlömer, Georg Lenhard und Doris Lamatsch. (Dauer: 60 Min.)